Tanz Bewegung Choreografie

Daniela Thiele

 

 

Der Schwerpunkt im MAKING MUSICAL Bewegungsseminar liegt in der Wahrnehmung natürlicher Bewegungsabläufe und den hierbei verdeutlichten Grundlagen des Tanzes. Diese Erfahrungen bilden die Basis, um hieraus eine geführte Choreografie ableiten und umsetzen zu können.

Dabei liegt besonderes Augenmerk auf Haltung und Körpersprache in einer vorgegebenen Emotion. Aus dem erarbeiteten Körperwissen wird fast spielerisch Bewegungsrecherche betrieben, die nahezu automatisch mittels kompositorischer Methoden Bewegungssequenzen entstehen lässt.

Zu vorderst und vor allem steht aber die Frage zur Bedeutung einer Choreografie. Wann beginnt, wann endet sie und wie wird - häufig - mit wenig Schrittmaterial abwechslungsreich choreografiert.

Das Repertoire im Musical & Musiktheater bietet einen breiten musikalischen Fächer, das tänzerisch und choreografisch verschieden behandelt und umgesetzt werden kann. Von kleiner Bühne mit minimalen Bewe- gungen am Platz bis hin zur Revue und begeisternden Tanzszenen mit großem Ensemble über eine gesamte,  komplette Bühnenfläche.

Konkret werden im Verlauf des Seminars zahlreiche kurze Schrittkombinationen in verschiedenen Stilrichtungen erprobt und dabei gleichzeitig die individuelle Kondition trainiert. Gerade im Musical werden Darstellern enorme körperliche Leistungen abverlangt, die für Laien oder Semiprofis noch ungleich schwerer ins Gewicht fallen. Zeitgleiches Singen, Tanzen und Spielen, dazu ein starker und gesund funktionierender Körper, um die erforderliche Leistung und Spannung abzurufen und über den Zeitraum einer Aufführung halten zu können, bedürfen intensiver Trainingsarbeit.                                                                                    

Der theoretische Teil besteht aus zwei Bereichen. Zunächst wird anhand vorgegebener Musicalliteratur analysiert, welche Titel sich für welche Art einer Choreografie eignen. In Ergänzung werden an diesen Beispielen die Möglichkeiten einer optimalen Bühnen- und Raumnutzung erörtert, immer unter der Fragestelllung: Wann und wie viele Darsteller haben unter welchen räumlichen und dramaturgischen Gegebenheiten den größten darstellerischen Effekt.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Dorothea Schneider